Spielbetrieb und Turnierordnung
Das Angebot von Euroskat umfasst diverse Möglichkeiten des Skatspiels in drei verschiedenen Bereichen. Die Standardvarianten werden nach der internationalen Skatordnung sowie der Skatwettspielordnung gespielt. Die Regeln für die verschiedenen Skatspielvarianten, die vom Standard abweichen, werden in der Turnierordnung festgehalten. Jeder Spieler hat sich vor einer Teilnahme über die jeweiligen Regeln in Kenntnis zu setzen.
Spielbetrieb
1. Fun-Bereich:
Das Spielen im Fun-Bereich ist durchgängig kostenfrei.
Zur Zeit bietet Euroskat im Funbereich immer offenen Open-Turnieren zu 3,9,18 oder 36 Spielen an, immer offene EnDeux-Open-Turniere zu 3 Spielen und täglich drei organisierte Turniere, in denen jeweils eine Serie mit 18 Spielen durchgeführt wird.
Zur Teilnahme an den immer offenen Open-und EnDeux-Open-Turnieren ist nur eine Anmeldung als Funspieler mit einer gültigen E-Mail-Adresse erforderlich. Um die organisierten Turniere spielen zu können, muss eine Anmeldung als Turnierspieler mit einer Eintragung der persönlichen Daten erfolgen. Eine Einzahlung ist für eine Anmeldung als Turnierspieler nicht erforderlich.
Euroskat veranstaltet auch im kostenfreien Funbereich derzeit ein monatliches Prämienturnier, bei dem Echtgeld-Gewinne erspielt werden können. Das ist eine freiwillige Leistung von Euroskat, die jederzeit und ohne Angabe von Gründen eingestellt oder geändert werden kann.
Zur Qualifikation für das monatliche Prämienturnier ist die Teilnahme an 20 organisierten Funturnieren im laufenden Kalendermonat notwendig. Spieler, die einen negativen Saldo auf dem Spielerkonto vorweisen, sind von der Teilnahme am Prämienturnier ausgeschlossen. Gleiches gilt für gesperrte Spieler. Das Prämienturnier findet derzeit am 1. Sonntag des Folgemonats statt.
Echtgeldgewinne aus dem Funbereich können im Duell- oder Turnierbereich eingesetzt werden. Allerdings ist eine Auszahlung von Gewinnen aus dem Funbereich erst ab einem Umsatz von mindestens 25 € im Duell- oder Turnierbereich möglich.
Echtgeldgewinne aus dem Funbereich sind generell nicht auf andere Euroskat-Spieler übertragbar.
Euroskat hat den Funbereich in erster Linie zum üben, lernen und gewöhnen an die Technik geschaffen. Dennoch gibt es derzeit keine zeitlichen oder anderweitigen Begrenzungen für die Nutzung der von Euroskat angebotenen kostenlosen Leistungen. Insbesondere gibt es keine Verpflichtung, kostenpflichtige Bereiche von Euroskat zu nutzen, um die Leistungen im Funbereich wahrzunehmen oder weiterhin wahrzunehmen.
Allerdings sind die Verhaltensregeln von Euroskat auch im Funbereich einzuhalten. Angefangene Listen müssen beendet werden, Beleidigungen und Verunglimpfungen jeder Art sind untersagt und das Fairnessgebot ist zu beachten. Allerdings können im Funbereich keine Listen auf Regelverstöße beim Reizverhalten durchgeschaut werden.
Euroskat behält sich vor, auch Teilnehmer im Funbereich bei Regelverstößen zu sanktionieren, also mit befristeten Sperren zu belegen oder sogar gänzlich auszuschließen. Die Entscheidung, ob, und wenn welche Sanktionen verhängt werden, obliegt allein Euroskat und bedarf keiner Begründung. Ein Einspruch gegen die Entscheidungen von Euroskat ist nicht möglich.
2. Duell-Bereich:
Im Duellbereich können kostenpflichtige organisierte Duell-Turniere und Kurz-Duelle gespielt werden.
Die täglich stattfindenden organisierten Duell-Turniere umfassen eine, zwei oder drei Listen a 9 Spielen zu unterschiedlichen Einsätzen. Die Verteilung über den Tag und die Einsatzhöhen sind dem aktuellen Turnierkalender zu entnehmen.
Im Duellbereich wird ein Tagesturnier angeboten. Dieses beginnt um 0 Uhr und endet um 24 Uhr des gleichen Tages. Jeder Teilnehmer kann es beliebig oft spielen und mehrere Gewinne erzielen.
Im Duellbereich bietet Euroskat ein Qualifikationsturnier an, das sogenannte Duell-Payout. Der Ablauf dieses Sonderturniers und die genauen Qualifikations-Bedingungen für das Payout sind hier Link setzen nachzulesen.
Bei allen organisierten Duell-Turnieren (incl. Tagesturnier und Duell-Payout) werden die Startgelder derzeit zu 100 % ausgezahlt. Gebühren fallen als Tisch- und Verlustspielgeld an. Das Tischgeld beträgt derzeit durchgängig 25 c pro Liste. Das Verlustspielgeld ist gestaffelt. Es wird wie folgt berechnet:
- € 0,50 für jeweils das 1. bis 3. Verlustspiel pro Serie
- € 1,00 für jeweils das 4. und 5. Verlustspiel derselben Serie
- € 3,00 für das 6. und jedes weitere Verlustspiel derselben Serie
Auswahloptionen bei den Kurz-Duellen sind 3, 6 oder 9 Spiele zu Einsätzen von 1,- 2,- oder 3,- €. Bei den Duellen wird kein Tischgeld und kein Verlustspielgeld erhoben. Der Erstplatzierte gewinnt die Einsätze der 2 Mitspieler abzüglich 15% Gebühren für Euroskat. Gibt es zwei Erstplatzierte, erhält jeder 50 % des Gewinns.
Sollte ein Kurz-Duell abgebrochen worden sein, kann dieses noch bis zum Monatsende fertig gespielt werden. Bis Ultimo nicht beendete Kurz-Duelle werden folgendermaßen abgerechnet. Unabhängig davon, wie der Abbruch zustande kam, verbleibt der Einsatz des Abbruchverursachers bei Euroskat. Davon gibt Euroskat 55% in einen Prämientopf für ein monatliches Duell-Prämienturnier. Die beiden anderen Spieler erhalten ihren Einsatz zurück.
Ein Teil der Gebühren aus organisierten Duell-Turnieren und Kurz-Duellen wird ebenfalls in diesen Prämientopf eingezahlt.
1x monatlich wird der Prämientopf in einem Start- und Tischgeld freien Prämienturnier ausgespielt. Um zur Teilnahme berechtigt zu sein, müssen 30 Kurz-Duelle oder organisierte Duell-Turniere im Monat gespielt worden sein. Verlustspiele sind auch in Prämienturnieren kostenpflichtig.
Spieler, die ein oder mehrere Kurz-Duelle abgebrochen und nicht beendet haben (egal ob mutwillig oder durch Verbindungsabbruch) werden nicht zum Prämienturnier zugelassen.
Das monatliche Prämienturnier, in dem 4 x 9 Spiele anfallen, findet derzeit am ersten Montag des Folgemonats statt. In der Regel beginnt es um 19.30 Uhr.
3. Turnier-Bereich:
Im Turnierbereich können täglich verschiedenste kostenpflichtige Ein- oder Mehrserien-Turniere mit unterschiedlichen Einsätzhöhen, Open-Turniere und Open-EnDeux-Turniere in unterschiedlicher Form gespielt werden. Die derzeitigen Turnierangebote sind dem aktuellen Turnierkalender zu entnehmen. Eine nähere Beschreibung besonderer Turniere oder Skatspielvarianten (z.B. Synchronskat, FourSeasons) ist unter Informationen zu finden.
Bei allen Angeboten mit Ausnahme der EnDeux-Pinke Variante fallen als Gebühren Tisch- und Verlustspielgeld an. Das Tischgeld im Turnierbereich beträgt derzeit 1 € pro gespielter Liste (Ausnahme FourSeasons, hier beträgt es 66 c). Die Verlustspielgeldregelung entspricht der im Duell-Bereich.
Die Gebühren bei EnDeux-Pinke sind unter dem Punkt „Immer offene Open-Turniere – EnDeux“ nachzulesen.
Organisierte Turniere
Mit der Anmeldung für ein organisiertes Turnier wird das Start- und das Tischgeld vom Spielerkonto abgezogen. Turnierlisten umfassen in der Regel 36 Spiele (Ausnahme: bei FourSeasons sind es 24 Spiele). Hat der letzte Tisch die Liste beendet, werden die Ergebnisse (bzw. Zwischenergebnisse) veröffentlicht. Wenn es sich um eine Serie handelt, die ein Turnier abschließt, gibt Euroskat die Preisverteilung bekannt. Die Gewinne werden direkt auf den Spielerkonten gutgeschrieben, haben Spieler Verlustspiele aufzuweisen, werden die entsprechenden Verlustspielgelder abgezogen.
Um an organisierten Turnieren teilnehmen zu können, ist folgendes Mindestguthaben auf dem persönlichen Spielerkonto erforderlich:
- 15 € Mindestguthaben für Turniere bis 10 € Startgeld
- 25 € Mindestguthaben für Turniere bis 20 € Startgeld
- 40 € Mindestguthaben für Turniere bis 30 € Startgeld
- 50 € Mindestguthaben für Turniere bis 40 € Startgeld
Derzeit schüttet Euroskat bei Standardturnieren 100 % der Startgelder aus. Die Verteilungen der Preisgelder je nach Teilnehmer findet man hier: Preisverteilungen
Bei Zockerturnieren bekommt jeder Vierte seinen Einsatz vervierfacht, bei Minizockern jeder Dritte seinen Einsatz verdreifacht. Auch hier wird das gesamte Startgeld ausgeschüttet.
Immer offene Open-Turniere (3 Spieler)
Immer offene Turnier-Serien (auch Open genannt) mit 3 Spielern/Spielerinnen können zu selbstgewählten Konditionen gespielt werden. Ein Spieler macht einen Tisch auf, bei dem er die Spieleanzahl, die Einsatzhöhe und eine eventuelle Cent-Abrechnung festlegt. Finden sich zwei weitere Spieler, die zu diesen Konditionen gegen diesen Spieler antreten, startet ein derartiges Open-Turnier.
Der vereinbarte Einsatz sowie das Tischgeld werden zu Beginn von den jeweiligen Spielerkonten abgezogen. Am Ende bekommt der Gewinner 70 % des festgelegten Einsatzes, der Zweitplatzierte die restlichen 30 %. Dazu wird die Cent-Abrechnung vollzogen. Die gesamten Gewinne und Verluste sowie die anfallenden Verlustspielgelder werden den entsprechenden Spielerkonten zugefügt bzw. abgezogen.
Abrechnungsbeispiele:
- Einsatz 5 € pro Spieler = Gesamteinsatz 15 €. Der Sieger erhält 10,50 €, der Zweitplatzierte 4,50 €.
- Einsatz 10 € pro Spieler = Gesamteinsatz 30 €. Der Sieger erhält 21 €, der Zweitplatzierte 9 €.
- Einsatz 20 € pro Spieler = Gesamteinsatz 60 €. Der Sieger erhält 42 €, der Zweitplatzierte 18 €.
Wurde zusätzlich eine Cent-Abrechnung vereinbart, werden die Gesamtpunkte gegeneinander aufgerechnet und mit dem vor Beginn der Serie ausgemachten Tarif 1 Cent, 2 Cent, 3 Cent oder 5 Cent gegengerechnet.
| Spieler A | Spieler B | Spieler C | |
|---|---|---|---|
| Gesamtpunkte: | 1200 | 1000 | 400 |
Aus diesem Gesamtpunktestand ergibt sich folgende Cent-Abrechnung:
| Differenzpunkte: | + 1000 | + 400 | - 1400 |
| bei 1 Cent-Abrechnung | + 10 € | + 4 € | - 14 € |
| bei 2 Cent-Abrechnung | + 20 € | + 8 € | - 28 € |
| bei 3 Cent-Abrechnung | + 30 € | + 12 € | - 42 € |
| bei 5 Cent-Abrechnung | + 50 € | + 20 € | - 70 € |
Aus den Gewinnen der Cent-Abrechnung behält Euroskat derzeit keine Gebühren ein.
Um ein immer offenes Open-Turnier spielen zu können, ist folgendes Mindestguthaben auf dem persönlichen Spielerkonto erforderlich.
- Für Open ohne Centabrechnung 10 €
- Für Open mit 1-Centabrechnung 50 €
- Für Open mit 2-Centabrechnung 50 €
- Für Open mit 3-Centabrechnung 100 €
- Für Open mit 5-Centabrechnung 150 €
Teilnehmer, die sich neu bei Euroskat angemeldet haben, werden für Open-Turniere mit mehr als 2-Cent-Abrechnung nur nach Rücksprache und mit dem ausdrücklichen Einverständnis von Euroskat freigeschaltet.
Immer offene Open-Turniere – EnDeux (2 Spieler)
EnDeux (Skat zu zweit) ist kein von den offiziellen Skatverbänden anerkanntes Skat-Spiel, obwohl seine Regeln mit denen des Skatspiels zu dritt weitgehend übereinstimmen. EnDeux wird bei Euroskat derzeit in drei verschiedenen Varianten angeboten: EnDeux-Open, EnDeux-Cent und EnDeux-Pinke. Die jeweiligen Sonderregeln sind in der Turnierordnung beschrieben.
Ähnlich wie bei den Open-Turnieren zu dritt macht auch beim EnDeux ein Teilnehmer einen Tisch auf, an dem er die EnDeuxvariante, die Spielezahl, die Einsatzhöhe und eine eventuelle Cent-Abrechnung festlegt. Findet sich ein Kontrahent, der gegen diese/n Spieler/in zu diesen Konditionen antreten möchte, startet ein immer offenes EnDeux- Turnier.
Die Abrechnung beim EnDeux läuft analog der Abrechnung von Open-Turnieren zu dritt, nur dass beim vereinbarten Einsatz dem Gewinner 100 % zufallen. Aus den Gewinnen aus der Cent-Abrechnung behält Euroskat derzeit keine Gebühren ein.
Um an einem EnDeux-Open oder einem EnDeux Cent-Turnier teilnehmen zu können, ist folgendes Mindestguthaben auf dem persönlichen Spielerkonto erforderlich.
- Für EnDeux ohne Centabrechnung 10 €
- Für EnDeux mit 1-Centabrechnung 50 €
- Für EnDeux mit 2-Centabrechnung 50 €
- Für EnDeux mit 3-Centabrechnung 100 €
- Für EnDeux mit 5-Centabrechnung 150 €
Auch beim EnDeux werden neue Teilnehmer bei Cent-Abrechnungen mit mehr als 2 Cent nur nach Rücksprache und mit dem ausdrücklichen Einverständnis von Euroskat freigeschaltet.
Einen Spezialfall stellt die Variante EnDeux Pinke dar. Hier erhebt Euroskat zwar Tischgeld (in der üblichen Höhe von 1 € pro Liste), aber kein Verlustspielgeld. Dafür entfallen Gebühren bei einer Pinkeentnahme und bei der Aufteilung der Pinke.
Die Pinke ist ein „Topf“, in den die anfallenden Beträge für verlorene Spiele und ein vorher zu vereinbarender Betrag für eingepasste Spiele eingezahlt werden. Die Höhe der Gebühren ist abhängig von dem ausgemachten Betrag, der bei eingepassten Spielen in die Pinke eingezahlt wird.
Sie beträgt derzeit bei jeder Pinkeentnahme sowie bei der abschließenden Pinkenaufteilung:
- 5% bei der Option, bei eingepassten Spielen 0,20 oder 0,50 € einzuzahlen
- 3% bei der Option, bei eingepassten Spielen 1 € einzuzahlen
- 2,5% bei der Option, bei eingepassten Spielen 3 oder 5 € einzuzahlen
Zur Teilnahme an einem Endeux Pinke Turnier muss nachstehendes Mindestguthaben auf dem Spielerkonto vorhanden sein:
- Für EnDeux Pinke mit 1-Cent-Abrechnung 50 € + Betrag für Pinkebegrenzung
- Für EnDeux Pinke mit 3-Cent-Abrechnung 100 € + Betrag für Pinkebegrenzung
- Für EnDeux Pinke mit 5-Cent-Abrechnung 150 € + Betrag für Pinkebegrenzung
- Für EnDeux Pinke mit 10-Cent-Abrechnung 250 € + Betrag für Pinkebegrenzung
Wenn bei einer EnDeux Pinke-Liste mit Pinke-Übernahme gespielt wird, muss der Betrag, der übernommen wird, zusätzlich auf dem Spielerkonto vorhanden sein.
Da bei einer EnDeux Pinke-Liste keine Verlustspielgelder anfallen, zählt sie nicht zu den Serien, die für eine Qualifikation für ein Prämienturnier notwendig sind.
Sonder- und Prämienturniere
Euroskat schüttet einen Teil der Gebühren in verschiedenen Sonder- und Prämienturnieren sowie in besonderen Wertungen wieder an die Teilnehmer aus. Die verschiedenen regelmäßigen Wertungen und Prämienturniere, die Euroskat derzeit anbietet, sowie ihre Qualifikationskriterien sind unter Informationen und/oder News veröffentlicht. Unregelmäßige Sonderturniere werden in den News angekündigt.
Derartige Sonderwertungen und Prämienturniere sind freiwillige Leistungen von Euroskat, auf deren dauerhafte Gewährung kein Rechtsanspruch besteht. Ebensowenig besteht ein Rechtsanspruch auf die Gewährung der Teilnahme an derartigen Turnieren. Gesperrte Spieler und Spieler, deren Spielerkonto kein Guthaben aufweist, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
Bei Prämienturnieren erhebt Euroskat derzeit kein Tischgeld. Bei Verlustspielen wird aber nach den üblichen Konditionen Verlustspielgeld erhoben.
Euroskat wird Änderungen bei den Sonderwertungen und Prämienturnieren in den News oder unter Informationen bekanntgeben.
Turnierordnung
§1 Regeln
Alle Varianten und Turnierformen des Skatspiels zu dritt werden nach den Regeln der Internationalen Skatordnung (ISkO) sowie der Skatwettspielordnung gespielt. Für die Beurteilung, ob Teilnehmer gegen diese Regeln verstoßen haben und eine eventuelle Sanktionierung von Regelverstößen hat Euroskat eine Beschwerdeadministration eingerichtet.
Die Entscheidungsgewalt obliegt bei Streitfällen und Beschwerden ausschließlich Euroskat. Ein Einspruch gegen diese Entscheidungen ist nicht möglich. Weder das Internationale Skatgericht noch andere Gremien der Skatverbände sind für Online-Skat zuständig.
Einige der im Offline-Skat bekannten Regelverstöße sind beim Online-Skat nicht möglich. Falsches Ausspielen und Nicht-Bedienen werden vom Programm unterbunden.
Auch die Spielabkürzung ist etwas anders geregelt. Der Alleinspieler kann jederzeit ungestraft seine Karten offenlegen. Das bedeutet nicht, dass er alle weiteren Stiche bekommen muss. Die Gegenspieler können danach entscheiden, ob sie weiterspielen oder den Rest schenken wollen. Bietet einer der Gegenspieler eine Schenkung an, muss der andere dieser zustimmen oder sie ablehnen. Stimmt der Partner zu, ist das Spiel beendet und alle weiteren Stiche inklusive eines schon ausgespielten, aber noch nicht komplettierten Stiches, gehören dem Alleinspieler. Lehnt der Partner die Schenkung ab, muss das Spiel fortgesetzt werden.
Eine Kommunikation via Chat ist während des Reizvorgangs und während eines laufenden Spiels nicht möglich. In dieser Zeit ist jeglicher das Spiel oder die Kartenverteilung betreffender Informationsaustausch über Telefon, Internetkommunikationsdienste oder andere Kommunikationsmöglichkeiten strengstens verboten. Euroskat sieht ihn als Betrugsversuch an und schließt Teilnehmer, die dieses Verbot missachten, von der weiteren Mitwirkung auf der Plattform aus.
Das Skatspiel zu zweit (EnDeux) ist nicht Bestandteil der ISkO. In seinen grundlegenden Elementen entspricht es jedoch dem Skat zu dritt. Euroskat bietet EnDeux in drei verschiedenen Varianten an. Die Abweichungen von den Standardregeln bei den jeweiligen Varianten werden im Folgenden beschrieben.
Sonderregeln EnDeux
Bei allen EnDeux-Varianten wird der „dritte Spieler“ durch einen Strohmann ersetzt. Dieser wird zum Partner des Gegenspielers. Dementsprechend spielt der Gegenspieler neben seinen Karten auch die des Strohmanns aus. Dabei bleibt jedoch die Aufteilung in zwei verschiedene Blätter erhalten.
Der Gegenspieler darf keine Karten zwischen „seinen“ zwei Blättern austauschen. Auch muss über das gesamte Spiel mit dem Blatt ein Stich eröffnet werden, das den letzten Stich gemacht hat. Auch die „Sitzreihenfolge“ innerhalb eines Stichs muss gewahrt werden.
Das Geben der Karten erfolgt abwechselnd durch die beiden Spieler. Dadurch sitzt der Strohmann immer in Mittelhand. Der Kartengeber (Hinterhand) reizt immer gegen Vorhand, der Strohmann ist grundsätzlich vom Reizen ausgeschlossen. Passen beide Spieler, wird das Spiel in allen drei EnDeux-Varianten eingepasst. Derzeit bietet Euroskat keine EnDeux-Variante mit Ramsch an.
Die Karten des Strohmanns werden beiden Parteien wie folgt sichtbar:
- Sitzt der Alleinspieler in Vorhand, so werden die Karten des Strohmanns direkt nach dem Ausspiel des Alleinspielers beiden Parteien sichtbar.
- Befindet sich der Alleinspieler in Hinterhand, so spielt der Gegenspieler in Vorhand eine Karte seines Blattes aus. Nun werden die Karten des Strohmanns nur für den Gegenspieler sichtbar, der daraufhin eine Karte des Blattes vom Strohmann spielt. Der Alleinspieler in Hinterhand muss den Stich ohne Sicht auf die restlichen Karten des Strohmannes komplettieren. Erst danach werden die Karten des Strohmanns auch für den Alleinspieler sichtbar.
Wie beim normalen Skat wird derjenige Alleinspieler, der das höchste Reizgebot abgibt bzw. hält. Allerdings gibt es beim EnDeux zwei Sonderreizstufen offen, die Reizstufen 1 x offen und 2 x offen. Diese „Ouvert“-Reizstufen bedeuten im Gegensatz zum Skat zu dritt nicht, dass die Spiele schwarz gewonnen werden müssen und sie können auch bei Nicht-Handspielen gereizt werden.
- 1 x offen bedeutet: Jede Spieldurchführung wird durch die Spielansage 1 x offen mit einer Reizstufe höher bewertet. Der Alleinspieler verpflichtet sich dafür, seine Karten dem Gegenspieler nach Vollendung des ersten Stichs sichtbar zu machen – zu zeigen. Da der Gegenspieler sich nun auch die „gedrückten“ Karten errechnen kann, steigt das Risiko, das Spiel zu verlieren.
- 2 x offen bedeutet: Jede Spieldurchführung wird durch die Spielansage 2 x offen mit zwei Reizstufen höher bewertet. Der Alleinspiele verpflichtet sich bei 2 x offen sogar, seine Karten dem Gegenspieler sofort nach Spielansage sichtbar zu machen – zu zeigen. Der Alleinspieler darf somit nicht mehr auf eine missglückte Ausspielkarte des Kontrahenten hoffen, die auf der Unkenntnis seines Blattes beruht.
Beispiele für die Reizstufen 1 oder 2 x offen:
- Pik mit 1 spielt 2 1 x offen 3 = 33
- Pik mit 1 spielt 2 2 x offen 4 = 44
Im Gegensatz zum normalen Skat gibt es beim EnDeux verschiedene Formen des Schenkens. Man kann, wie üblich, den Rest schenken. Man kann aber auch ein Spiel als Schneider frei schenken oder Schneider schenken. Ist der Kontrahent einverstanden, wird das Spiel entsprechend der angebotenen Gewinnstufe gewertet, auch wenn diese noch nicht erreicht wurde. Ist er nicht einverstanden, muss das Spiel gespielt werden. Beim EnDeux Open hat eine Ablehnung der Schenkung keine Konsequenzen. Allerdings kann das Spiel auch wieder normal verloren werden.
Diese Sonderregeln gelten für alle EnDeux-Varianten, die bei Euroskat angeboten werden. Bei der ersten Variante, den EnDeux Open, gibt es keine weiteren Abweichungen vom normalen Skat. Die anderen Angebote haben noch zusätzliche Sonderregeln.
Sonderregeln EnDeux Cent
Während es beim EnDeux-Open weder Kontra noch Re gibt, kommt diese vom sogenannten Kneipenskat bekannte Komponente bei beiden anderen Varianten hinzu. Das Kontra eines Gegenspielers verdoppelt den Spielwert, das Re des Alleinspielers vervierfacht ihn sogar. Kontra und Re müssen vor der Spieleröffnung gemeldet werden.
Beim EnDeux Cent gibt es sogenannte „Oder“-Spiele. Spielt der Alleinspieler bei 18 einen Karo bzw. bei 18 oder 20 einen Herz, muss der Gegenspieler entweder Schenken oder Kontra geben. Gibt er Kontra, kann der Alleinspieler seinerseits Re sagen. Das gilt auch, wenn der Alleinspieler sein Spiel 1 oder 2 x offen spielt. Bei 2 x offen kann der Gegenspieler nach der Offenlegung der Karten des Kontrahenten entscheiden, ob er schenkt oder Kontra gibt.
Handspiele werden bei EnDeux Cent generell doppelt gewertet. Im Verlustfall zählen sie demzufolge vierfach. Das gilt aber nur für die Abrechnung. Beim Reizen zählen sie – wie auch beim Skat zu dritt – lediglich eine Reizstufe mehr.
Lehnt ein Spieler beim EnDeux Cent das Schenken ab, MUSS er die nächsthöhere Gewinnstufe erreichen. Dafür wird die Ablehnung z.B. einer Schneider-frei Schenkung auch wie Schneider angesagt gewertet, es kommt also eine Wertungsstufe hinzu. Schafft er aber den Schneider (in diesem Beispiel) nicht, wird das Spiel als verloren gewertet.
Hat ein Spieler das Schenken abgelehnt, kann nun der Kontrahent das Spiel als Schneider gewonnen noch mal Schenken, Berechnung wie oben mit Schneider und angesagt wenn diese Schenkung angenommen wird.
Wird die 2te Schenkung nochmals abgelehnt, muss nun Schwarz gespielt werden und die Wertung wird entsprechend auf Schwarz und angesagt erweitert.
Bei Oder-Spielen, bei denen der Alleinspieler geschlossen oder 1 x offen spielt, kann er Schenken nicht ablehnen. Das Spiel wird entsprechend seiner Wertigkeit als einfach gewonnen ohne Schneider abgerechnet. Bei 2 x offenen Spielen hingegen kann eine Schenkung abgelehnt werden.
Auf eine abgelehnte Schenkung kann nicht Kontra gesagt werden.
Sonderregeln EnDeux Pinke
Alle Sonderregeln, die bei EnDeux Cent hinzukamen, gelten auch für EnDeux Pinke. Durch die Einführung der „Pinke“ kommen jedoch noch ein paar Besonderheiten hinzu.
Die Pinke ist ein „Topf“, in den die anfallenden Beträge für verlorene Spiele und ein vorher zu vereinbarender Betrag für eingepasste Spiele eingezahlt werden.
Verliert ein Spieler bei EnDeux Pinke ein Spiel, muss er dieses doppelt bezahlen. Zum einen an den Kontrahenten, zum zweiten in die Pinke.
Bei eingepassten Spielen zahlen beide Spieler einen vorher vereinbarten Betrag in die Pinke ein. Für diesen können die Spieler derzeit verschiedene Beträge zwischen 20 c und 5 € wählen.
Die Pinke oder einen Teil der Pinke „zieht“ ein gewonnener Grand Hand 2 x offen. Vor dem Spiel einigen sich die Teilnehmer auf eine Begrenzung der Pinkeentnahme. Derzeit stehen dafür mehrere Beträge zwischen 25 und 150 € zur Verfügung.
Liegt der Betrag, der sich in der Pinke befindet, bei einem gewonnenen Grand Hand 2 x offen unterhalb des Betrages, der als Begrenzung der Pinkeentnahme ausgemacht wurde, bekommt der Alleinspieler den kompletten Betrag zusätzlich zu der Abrechnung seines Gewinnspiels. Ist der Betrag, der sich in der Pinke befindet, höher als die vereinbarte Summe zur Begrenzung der Pinkeentnahme, bekommt der Spieler nur so viel Geld aus der Pinke (zusätzlich zu seinem Gewinnspiel), wie als Begrenzung festgelegt wurde.
Verliert der Alleinspieler einen Grand Hand 2 x offen, muss er nicht nur das verlorene Spiel an seinen Kontrahenten und in die Pinke einzahlen. Er muss zusätzlich den Betrag, den er im Gewinnfall aus der Pinke gezogen hätte, in selbige einzahlen.
Beabsichtigen Teilnehmer, mehrere EnDeux Pinke-Turniere in Folge zu spielen, können sie vor dem Start einer Serie eine Pinke-Übernahme vereinbaren. Einigen sie sich darauf, wird der in der Pinke verbliebene Betrag am Ende einer Serie in die nächste Serie übernommen. Am Ende der Liste werden nochmals beide Kontrahenten gefragt, ob sie eine Pinke-Übernahme wünschen. Nur wenn beide nein sagen, wird die Pinke aufgeteilt. Ansonsten bleibt es bei der vereinbarten Übernahme. Wurde am Anfang eine Aufteilung der Pinke beschlossen, ist am Ende keine Übernahme mehr möglich.
§2 Technische Probleme eines/r Spielers/in
Hat ein/e Spieler/in am Tisch ein technisches Problem, hat er/sie 10 Minuten Karenzzeit, das Problem zu beheben und an den Tisch zurückzukehren, um die Liste fortzusetzen. Kehrt er nicht innerhalb dieser 10 Minuten zurück, erlischt sein Anspruch auf Beendigung der Serie. Bei einem Mehr-Serienturnier kann der Teilnehmer, wenn die Probleme behoben sind, in der folgenden Serie wieder einsteigen.
Bei organisierten Turnieren hat ein/e Spieler/in, der/die eine Serie abgebrochen hat – unabhängig von der Schuldfrage – keinen Anspruch auf Rückerstattung des Startgeldes sowie der anfallenden Gebühren.
Bei immer offenen Open-Turnieren und immer offenen EnDeux-Open-Turnieren im Turnierbereich können wegen technischer Probleme abgebrochene Listen zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. Der Abbrecher ist gehalten, sich zeitnah um die Fortsetzung der Liste zu bemühen. Versäumt er das, behält sich Euroskat vor, die Liste nach Stand abzurechnen und den Abbrecher bezüglich der Abrechnung des vereinbarten Einsatzes bei relativ knappem Spielstand zurückzustufen.
Ist die Fortsetzung einer Turnierserie wegen unüberbrückbarer technischer Probleme eines/r Spielers/in nicht möglich, erhalten die verbliebenen Spieler/innen für jedes nicht zu Ende gespielte Spiel ihren nach oben aufgerundeten persönlichen Spielschnitt. Beispiel: es sind noch 9 Spiele offen, der pers. Schnitt von Spieler A ist 24,77 so erhält dieser 9 x 24,77 = 222,3, aufgerundet also 223 Punkte, die zum bis dahin erreichten Listenergebnis hinzu gerechnet werden.
Eine Hochrechnung findet bei mehr als 8 gespielten Spielen statt. Bei 8 oder weniger Spielen bekommen die beiden verbliebenen Spieler/innen ihr Start- und Tischgeld zurückerstattet.
§3 Wartezeiten beim Beginn einer Serie
Bis zu 5 Minuten nach Beginn einer Turnierserie wird auf einen angemeldeten, in der Lobby aber nicht anwesenden Teilnehmer gewartet. Ist er bis dahin nicht erschienen, kann der Turnierleiter einen Ersatzspieler an diesen Tisch setzen. Der Ersatzteilnehmer hat die gleichen Rechte und Pflichten wie ein normaler Teilnehmer.
Handelt es sich dabei um die erste Serie eines Mehrserienturnieres, so ersetzt der Ersatzteilnehmer den nicht erschienenen Teilnehmer für das komplette Turnier mit allen Rechten und Pflichten.
Steigt er/sie erst in einer späteren Serie ein, wird nur das Start- und Tischgeld für die verbliebenen Serien fällig. Dementsprechend kann der Teilnehmer auch nur in den verbliebenen Serienwertungen Preise gewinnen.
§4 Nichterscheinen eines Spielers
Erscheint ein gemeldeter Teilnehmer bei einem Turnier nicht innerhalb der Karenzzeit, wird das Start-und Tischgeld, das ihm bei der Anmeldung für dieses Turnier abgezogen wurde, dem Topf für das entsprechende Prämienturnier gutgeschrieben.
§5 Zeitlimits
Eine Preisskatserie muss nach spätestens 75 Minuten beendet sein.
Die Openserien haben keine Zeitlimits.
Eine genaue Beschreibung der Zeitlimits und wie diese gemessen werden, ist zu finden im Kapitel Die Uhr im Spiel unter Informationen.